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Gerundium & Infinitiv (Gerunds and Infinitives) — Erklärung und kostenlose Übungen

Erklärung, Beispiele und 9 kostenlose Übungen zum Thema Gerundium & Infinitiv — ohne Anmeldung, direkt im Browser.

Gerundium oder Infinitiv — worum geht es?

Im Englischen kann ein Verb, das von einem anderen Verb abhängt, in zwei Formen stehen: als Gerundium (die -ing-Form, z. B. reading) oder als Infinitiv mit to (z. B. to read). Im Deutschen gibt es diesen Unterschied nicht — wir sagen einfach „Ich mag lesen“ und „Ich möchte lesen“. Genau deshalb ist dieses Thema für deutsche Lernende so fehleranfällig.

Welche Form richtig ist, hängt fast immer vom vorangehenden Wort ab — meistens vom Verb, manchmal von einer Präposition oder einem festen Ausdruck. Es gibt dafür keine Logik, die man herleiten kann: enjoy verlangt -ing, want verlangt to. Man lernt diese Verben in Gruppen.

Drei Dinge machen das Thema überschaubar. Erstens: Nach Präpositionen steht immer das Gerundium — ohne Ausnahme. Zweitens: Bei einer kleinen Gruppe von Verben sind beide Formen möglich, und bei einigen davon ändert sich die Bedeutung. Drittens: Nach Modalverben und nach let, make und help steht der Infinitiv ohne to. Wer diese drei Punkte sicher beherrscht, macht in der Klassenarbeit kaum noch Fehler.

Die wichtigsten Regeln

Beispiele

Verben mit Gerundium (-ing)

Nach diesen Verben steht immer die -ing-Form. Lerne sie als Block — sie kommen in fast jeder Klassenarbeit vor.

Verben mit Infinitiv (to + Verb)

Nach diesen Verben steht der Infinitiv mit to.

Verb + Objekt + Infinitiv

Bei diesen Verben steht zuerst eine Person (das Objekt), dann der Infinitiv mit to. Im Deutschen benutzt man hier oft einen dass-Satz — das ist eine typische Fehlerquelle.

Nach Präpositionen steht immer das Gerundium

Das ist die zuverlässigste Regel des ganzen Themas — sie hat keine Ausnahmen. Steht vor dem Verb eine Präposition, folgt die -ing-Form.

Beide Formen möglich — gleiche Bedeutung

Nach diesen Verben kannst du frei wählen. Beide Varianten sind korrekt und bedeuten dasselbe.

Beide Formen möglich — aber andere Bedeutung

Diese Gruppe entscheidet oft über die Note. Die Form ändert hier nicht den Stil, sondern die Aussage.

Infinitiv ohne to

Nach einigen Wörtern steht der reine Infinitiv — ohne to und ohne -ing.

Typische Fehler deutscher Lernender

Diese vier Fehler tauchen in Klassenarbeiten immer wieder auf.

Übung 1 — Die Grundregeln

Verb + Gerundium oder Verb + Infinitiv? Wähle die richtige Form und klicke auf Prüfen.

I enjoy to podcasts on the train.
She decided home early.
We finished the report at midnight.
He promised me later.
Would you mind the window?
They hope the match on Saturday.
I can't imagine in such a cold country.
The teacher suggested a break.
She refused the question.
You should avoid too much sugar.

Übung 2 — Nach Präpositionen

Nach einer Präposition steht immer die -ing-Form. Achte besonders auf look forward to.

She is very good at problems.
I'm looking forward to you next week.
Thanks for me with the homework.
He left without goodbye.
They are interested in German.
Instead of the bus, we walked.

Übung 3 — Bedeutungsunterschied

Hier ändert die Form die Aussage. Lies den ganzen Satz, bevor du wählst.

I remember her at the party last year.
Please remember the door when you leave.
On the way to work he stopped a coffee.
She stopped chocolate in January.
I tried the window, but the room was still too warm.
We tried him all evening, but nobody answered.
Don't forget the milk on your way home!

Übung 4 — Gemischt (Prüfungsniveau)

Alle Regeln gemischt — auch der Infinitiv ohne to und feste Ausdrücke.

My parents let me out until ten.
The manager made everyone in the form again.
I'd like you this before Friday.
It's no use about the weather.
She apologised for late.
We can't afford a new car this year.
I'm used to up early.

Häufige Fragen

Wann benutzt man Gerund und wann Infinitive?
Das hängt vom Wort davor ab. Nach Verben wie enjoy, avoid, finish, mind, suggest steht die -ing-Form. Nach Verben wie want, decide, hope, promise, refuse steht to + Verb. Nach jeder Präposition steht immer -ing. Eine Regel zum Herleiten gibt es nicht — man lernt die Verben in Gruppen.
Was ist der Unterschied zwischen Gerund und Infinitive?
Das Gerundium ist die -ing-Form und verhält sich wie ein Nomen (Swimming is fun). Der Infinitiv mit to beschreibt eher eine Absicht oder ein Ziel (I went out to buy milk). Bei den meisten Verben ist aber nicht die Bedeutung entscheidend, sondern schlicht die feste Verbindung mit dem Verb davor.
Nach welchen Verben steht -ing?
Die wichtigsten sind: enjoy, avoid, finish, keep, mind, suggest, imagine, practise, admit, deny, consider, risk, miss, can't help. Dazu kommt jede Präposition — good at, interested in, without, before, after, instead of, thanks for.
Nach welchen Verben steht to + Infinitiv?
Unter anderem: want, decide, hope, promise, refuse, learn, offer, plan, agree, manage, afford, seem, would like. Auch nach Verb + Objekt: ask somebody to, tell somebody to, allow somebody to.
Heißt es „I look forward to see you“ oder „to seeing you“?
Richtig ist „I look forward to seeing you.“ Das to in look forward to ist eine Präposition, kein Infinitiv — deshalb folgt die -ing-Form. Dasselbe gilt für be used to und object to.
Ändert sich die Bedeutung bei remember, stop und try?
Ja. Remember + -ing heißt „sich erinnern, dass man etwas getan hat“; remember + to heißt „daran denken, etwas noch zu tun“. Stop + -ing heißt „aufhören“; stop + to heißt „anhalten, um etwas zu tun“. Try + -ing heißt „ausprobieren“; try + to heißt „sich bemühen“.
Wann steht der Infinitiv ohne to?
Nach allen Modalverben (can, must, should, will) und nach let und make: „You must go“, „Let me explain“, „She made him apologise“. Nach help sind beide Formen möglich.

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