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Relativsätze (Relative clauses) — Erklärung und kostenlose Übungen

Erklärung, Beispiele und 7 kostenlose Übungen zum Thema Relativsätze — ohne Anmeldung, direkt im Browser.

Relativsätze im Englischen — worum geht es?

Relativsätze (relative clauses) geben zusätzliche Informationen über ein Nomen. Sie beginnen mit einem Relativpronomen wie who, which, that oder whose und stehen direkt hinter dem Wort, auf das sie sich beziehen. So verbindet man zwei Sätze, ohne das Nomen zu wiederholen: I know a girl. She speaks five languages.I know a girl who speaks five languages.

Die wichtigsten Regeln

Beispiele

Notwendig oder nicht? Der wichtigste Unterschied

Englische Relativsätze gibt es in zwei Sorten, und fast alles Weitere hängt daran. Der notwendige Relativsatz (defining) sagt, welche Person oder Sache gemeint ist — ohne ihn versteht man den Satz nicht mehr. Der nicht notwendige (non-defining) liefert nur eine Zusatzinformation; man könnte ihn streichen, und der Satz bliebe vollständig.

Kommas — anders als im Deutschen

Das ist der Fehler Nummer eins. Im Deutschen steht vor jedem Relativsatz ein Komma. Im Englischen entscheidet die Bedeutung: Der notwendige Relativsatz bekommt kein Komma, der nicht notwendige wird in Kommas eingeschlossen.

that oder which?

Im notwendigen Relativsatz sind that und which (bzw. who) meist austauschbar; that klingt etwas gesprochener. Im nicht notwendigen Relativsatz — also nach einem Komma — ist that dagegen immer falsch.

Wann das Relativpronomen wegfallen darf

Ist das Relativpronomen das Objekt des Relativsatzes, kann man es im notwendigen Relativsatz einfach weglassen. Ist es das Subjekt, muss es stehen bleiben. Test: Folgt direkt danach ein neues Subjekt, ist das Pronomen das Objekt und kann weg.

whose, where, when — und die Präposition

Für Besitz steht whose, und zwar für Personen wie für Sachen. Für Ort, Zeit und Grund gibt es where, when und why. Eine Präposition steht im gesprochenen Englisch hinten, im formellen Englisch vor dem Pronomen.

Typische Fehler deutscher Lernender

Fast alle Fehler kommen daher, dass man vom Deutschen aus denkt. Diese fünf lohnt es sich einzeln zu merken.

Übung 1 — who, which oder whose?

Wähle das passende Relativpronomen. Frage dich zuerst: Person, Sache oder Besitz?

The man lives next door is a doctor.
I really like films make me laugh.
That’s the boy dog bit me.
She has a friend parents live in Canada.
The teacher we met yesterday was very friendly.
This is the app I use every day.

Übung 2 — notwendig oder nicht? (Kommas)

Entscheide, ob der Relativsatz eingrenzt (kein Komma) oder nur Zusatzinformation gibt (Kommas).

My sister works in London. (Ich habe nur eine Schwester.)
The students finished early could go home. (nur diese Schüler)
Berlin, is the capital of Germany, has 3.8 million people.
Is that the shop sells second-hand books?
Our teacher, has taught here for 20 years, is retiring.

Übung 3 — Darf das Pronomen wegfallen?

Ist das Relativpronomen Objekt, kann es weg. Ist es Subjekt, muss es bleiben.

The film we watched was too long.
The bus goes to the airport leaves at six.
The people I met were very kind.
My uncle, lives in Wales, is coming to visit.
Everything he said was true.

Übung 4 — where, when und Präpositionen

Für Ort, Zeit und Grund gibt es eigene Wörter. Nach einer Präposition steht nie that.

Edinburgh is the city the festival takes place.
I still remember the day we first met.
That’s the reason I called you.
This is the house which I grew up.
She is the colleague whom I share an office.

Häufige Fragen

Wann benutzt man who, which und that?
who steht für Personen, which für Sachen und Tiere, that für beides — aber nur im notwendigen Relativsatz, also ohne Komma. Nach einem Komma ist that immer falsch.
Wann steht im englischen Relativsatz ein Komma?
Nur beim nicht notwendigen Relativsatz, der eine Zusatzinformation liefert: My brother, who lives in Hamburg, is a teacher. Grenzt der Relativsatz dagegen ein, welche Person oder Sache gemeint ist, steht kein Komma: The man who lives next door is a doctor. Anders als im Deutschen ändert das Komma hier die Bedeutung.
Was ist der Unterschied zwischen defining und non-defining relative clauses?
Der defining (notwendige) Relativsatz sagt, welche Person oder Sache gemeint ist — streicht man ihn, wird der Satz unklar. Der non-defining (nicht notwendige) liefert nur eine Zusatzinformation und lässt sich weglassen. Nur der zweite steht in Kommas, und nur im ersten sind that und das Weglassen des Pronomens erlaubt.
Wann kann man das Relativpronomen weglassen?
Wenn es das Objekt eines notwendigen Relativsatzes ist: the film (that) I saw. Ist es das Subjekt, muss es stehen bleiben: the man who lives next door. Test: Folgt direkt danach ein neues Subjekt, darf das Pronomen weg. Im nicht notwendigen Relativsatz darf es nie wegfallen.
Heißt es „everything what“ oder „everything that“?
everything that. Das deutsche „alles, was …“ verführt zu what, aber im Englischen steht nach everything, all, something, nothing und nach Superlativen that: Everything that he said was true.
Wofür benutzt man whose?
Für Besitz — es entspricht dem deutschen „dessen“ und „deren“: the girl whose dog is barking. Es steht für Personen und, seltener, auch für Sachen: a house whose windows are broken. Nicht mit who’s (= who is) verwechseln.
Wo steht die Präposition im Relativsatz?
Im normalen gesprochenen Englisch hinten: the girl who I spoke to. Formell rückt sie vor das Pronomen, und dann steht whom bzw. which: the girl to whom I spoke. Nach einer Präposition ist that nie möglich.

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